Flossen-Schwimmen

Flossenschwimmerinnen beim Wettkampfstart

Was ist Flossenschwimmen?     

Die Formel 1 des Schwimmens
Flossenschwimmen oder Finswimming ist eine ästhetisch, dynamische und kraftvolle Sportart. Flossenschwimmen - hinter diesem Namen verbirgt sich die schnellste Fortbewegungsart im Wasser, welche nur unter Ausnutzung der eigenen Muskelkraft ausgeübt wird. Flossenschwimmer erreichen bis zu 12 km/h oder 3,5 m/sec in den Sprintbewerben.

Material
Geschwommen wird mit einer sogenannten Monoflosse (eine Flosse für beide Füße) und einem Mittelschnorchel.
Die sogenannte Monoflosse hat eine rund 15 mal größere Vortriebsfläche als man es vom klassischen Schwimmsport her kennt.

Einige Superlativen verdeutlichen warum Flossenschwimmen eine besonders attraktive Wassersportart ist:

  • der sehr hohe Kraftaufwand des Rumpfes und der Beine ist nötig, um die Monoflosse dynamisch, rhythmisch und schnellkräftig zu bewegen
  • hohe koordinative Fähigkeiten sind zum Erlernen der richtigen Technik erforderlich
  • notwendige Beweglichkeit in Schultern und  Armen

 

Wettkampf
Flossenschwimm-Wettkämpfe werden vornehmlich in der Schwimmhalle mit den bekannten Streckenlängen von 50m bis 1500 Meter ausgetragen. Noch längere Strecken werden ähnlich dem klassischen Langstreckenschwimmen im Freigewässer geschwommen (Langstrecken-Flossenschwimmen wird von den Vienna Dolpins nicht betrieben).

Zu einem Standardwettkampfprogramm gehören 50, 100, 200, 400, 800 sowie 1500 Meter FS. FS steht hier für Flossenschwimmen und bedeutet, dass die Wettkämpfe an der Wasseroberfläche bestritten werden. Auf der Strecke über 50m FS ist das Tragen und Benutzen des Schnorchels Pflicht, um eine Unterscheidung zu der 50m Apnoe (ST) Disziplin herzustellen. Bei besagten 50m Apnoe/ST (ST = Streckentauchen) taucht der Sportler mit angehaltenen Atem die ganze Strecke durch. Bei internationalen Wettkämpfen Flossenschwimmen als Surface Swimming bezeichen - deshalb ist die internationale gängige Abkürzung SF (für Apnea: AP)

Weitere Unterwasser-Wettkampfstrecken sind 100, 400 und 800 ST, welche früher auch DTG (DTG = DruckLuftTauchgerät) genannt wurden. Hierbei benutzt der Sportler eine Druckluftflasche mit einem Regler (Lungenautomat), genauso wie beim klassischem Tauchen, nur mit dem Unterschied, dass er die Druckluftflasche mit ausgestreckten Armen vor sich her schiebt. Streckentauchen hat dem bekannten passiven "Scubatauchen" nichts zu tun. Bei den Wettkämpfen finden Druckluftflaschen in den Größen von 0,5 bis 7 Liter Verwendung. Es sind nur Druckluftflaschen zugelassen, welche einen Fülldruck bis 200 bar haben und bei denen die 2-jährliche TÜV-Prüfung vorhanden und eingestempelt ist. Seit Ende 2005 werden die vorher als DTG bezeichneten Strecken ebenfalls unter der Abkürzung ST geschwommen. International als "Immersion" (IM) bezeichnet.

Reglement und Regeln
Das Regelwerk ist dem des Schwimmens sehr ähnlich. Die Unterschiede finden sich in der Beschränkung auf nur zwei Stilarten (Flossenschwimmen (FS) und Streckentauchen (Apnoe/ST)), wobei freigestellt ist, ob man mit einer Monoflosse oder mit BiFin-Flossen antritt. Die Monoflosse ist aber den Duo- oder BiFinflossen weit überlegen. Im Gegensatz zu den Schwimmwettbewerben muss beim Finswimming die 15m-Marke, an der der Schwimmer auf den FS-Strecken nach Wende oder Start mit dem Kopf die Wasseroberfläche durchbrochen haben muss, am Beckengrund markiert werden. Ein Schwimmer gilt bei Apnoe/ST-Disziplinen erst als aufgetaucht, wenn sich das Gesicht des Schwimmers über der Wasseroberfläche befindet. Ist das der Fall wird er disqualifiziert. Bei den FS-Disziplinen muss nach der 15-Meter-Markierung immer ein Körper- oder Ausrüstungsteil (zum Beispiel sein Schnorchel) an der Wasseroberfläche sein.

Bei allen Wettkämpfen gibt es auch Staffelwettkämpfe. Jeweils 4 Sportler schwimmen nacheinander eine bestimmte Strecke. So zum Beispiel 4 mal 50, 4 mal 100 FS oder 4 mal 200 FS.

Nationale und internationale Wettkämpfe
Nationale und internationale Wettkämpfe finden auf allen Ebenen statt. So zum Beispiel Landesmeisterschaften, Ländercups und natürlich auch Nationale Meisterschaften für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die internationalen Höhepunkte sind vor allem die Welt- und Europameisterschaften, welche im Wechsel alle zwei Jahre und auch für die Jugend ausgetragen werden. Ähnlich den Olympischen Spielen stellen die World Games für die Finswimmer alle vier Jahre einen weiteren Höhepunkt dar. Die letzten World Games fanden 2013 in Cali (Kolumbien) statt (bei der vier Dolphins-Athletinnen dabei waren).

Auf internationaler Ebene findet seit einigen Jahren der CMAS-World-Cup immer größere Beachtung, da er einen regelmäßigen Vergleich auf internationaler Ebene ermöglicht. Bei CMAS-World-Cups-Bewerben nehmen regelmäßig rund 600 Athletinnen und Athleten aus über dreißig Nationen teil.

Finswimming ist vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) als olympische Sportart anerkannt, jedoch noch nicht in das Olympische Programm aufgenommen worden.

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